Die Woche in sieben Farben
Ein gewöhnlicher Kalender sagt in Wörtern und Zahlen, welcher Tag ist. Im Moi Kalender hat jeder Wochentag seine eigene Farbe. Der Dienstag sieht aus wie Dienstag, lange bevor jemand das Wort lesen kann.
Eine Farbe muss man nicht lesen
Lange bevor ein Kind das Wort Donnerstag lesen kann, kennt es den roten Tag. In vielen Förderschulen haben die Wochentage feste Farben, die mit der Kleinen Raupe Nimmersatt in den Unterricht kamen. Die Farbe bleibt dieselbe, zu Hause an der Küchenwand, im Klassenzimmer und in der Praxis. Nichts zu lesen, nichts zu entschlüsseln: Der Tag ist die Farbe.
Der ganze Tag trägt seine Farbe
Öffne einen Tag: Die Farbe steckt in der Kopfzeile, in den Knöpfen, in der Uhr und in der Leiste unten. Die Karten selbst bleiben schlicht, damit das Foto darauf wirkt. Im dunklen Modus dreht sich das um. Dann steht die Farbe als Schrift auf Schwarz, gut für den Abend und für Augen, die das lieber mögen.
Nimm die Farben deiner Schule
Nicht überall gelten dieselben Farben. Vielleicht arbeitet die Schule oder die Praxis längst mit Farben, die dein Kind kennt. Dann stell den Kalender darauf um: In den Einstellungen steht unter „Wochentagsfarben“ neben jedem Tag ein Stift. Antippen, Farbe wählen, fertig. Der ganze Kalender zieht mit, und „Zurücksetzen“ bringt die alten Farben zurück. Taugt eine Farbe für bestimmte Augen nicht, nimmst du eben eine andere.
Anderswo sind die Farben andere
In Schweden und Finnland tragen die Wochentage seit den 1980er-Jahren andere Farben: Montag grün, Dienstag blau, Mittwoch weiß, Donnerstag braun. Mit diesen Farben startet der Moi Kalender überall, auch bei dir. Es bleibt dieselbe Woche, nur in anderen Farben. Nimm die, die dein Kind schon kennt.
Die Farben sind älter als die App. Förderschulen geben den Wochentagen seit Langem Farben, in Schweden und Finnland seit den 1980er-Jahren. Der Gedanke ist einfach: Wer noch nicht liest, soll trotzdem sehen, wo in der Woche er ist. Und der Plan zu Hause soll dasselbe sagen wie der in der Schule.
Häufige Fragen
Sind das die Farben, die die Schule meines Kindes nutzt?
Vielleicht. Viele Förderschulen in Deutschland arbeiten mit diesen Farben: Montag gelb, Dienstag grün, Mittwoch blau, Donnerstag rot, Freitag orange, Samstag weiß, Sonntag rosa. In Österreich und im Norden sieht es anders aus. Der Moi Kalender startet mit den nordischen Farben. Welche bei euch gelten, stellst du in einer Minute ein. Danach sagt der Kalender zu Hause dasselbe wie der in der Schule.
Warum Farben und nicht einfach der Name des Tages?
Weil man eine Farbe nicht lesen muss. Bild, Farbe und Wort zusammen geben drei Wege, den Tag zu erkennen. Die Farbe ist der Weg, der noch quer durchs Zimmer funktioniert. Fachleute beschreiben es so: dieselbe Farbe auf jedem Plan, dem ein Kind begegnet. Dann bekommt die Woche eine Form, die man wiedererkennt.
Woher kommen die Farben?
Aus der Praxis der Strukturierung und Visualisierung. In Deutschland führt die Spur zu Förderschulen, die die Wochentage mit der Kleinen Raupe Nimmersatt eingeführt haben. In Schweden und Finnland haben die Tage seit den 1980er-Jahren Farben. Sie gehören niemandem, und keine Studie hat die Farben selbst untersucht. Gut belegt ist das, wozu sie gehören: Visuelle Pläne gelten für autistische Kinder und Jugendliche als evidenzbasierte Praxis. Darauf baut der Moi Kalender auf. Klinisch geprüft ist er nicht.